Prothesen kommen zum Einsatz, wenn ein Teil der Gliedmaße amputiert werden musste. Um eine Prothese anpassen zu können ist eine Mindestlänge des Stumpfes nötig, damit die Prothese am Stumpf fixiert werden kann. Je mehr Stumpflänge vorhanden, desto besser.

Sollte eine Amputation geplant sein und eine Prothesenversorgung im Raum stehen, teilen Sie dies unbedingt dem behandelnden Tierarzt mit, damit, wenn möglich, die Mindestlänge des Stumpfes erhalten bleibt.

Für die Anfertigung einer Prothese ist ein Gipsabdruck erforderlich, der den Stumpf mit all seinen Gegebenheiten und die genaue Passform abbildet. Dies ist wichtig, damit am Stumpf in der Prothese keine Wunden und Druckstellen entstehen und es zu keinen weiteren körperlichen Folgeproblemen kommt.

Zur Beurteilung des Stumpfes sind Röntgenbilder erforderlich. Es dürfen keine spitze Knochenanteile, Knochenvorsprünge oder Knochensplitter vorhanden sein, da dies beim Tragen einer Prothese zu Reizungen bis hin zu Entzündungen des Stumpfes und des Knochens führt.

Bei einer Amputation des gesamten Laufes ist die Versorgung mit einer Prothese nicht möglich.

Vorbeugung:

Besonderes Augenmerk muss auf den vorhandenen Lauf gelegt werden. Das noch vorhandene Bein muss mehr Last tragen, was zu einer Überbelastung der Sehnen, Bänder und Gelenke führt. Mit stützenden Bandagen wird einer Hypermobilisation, Durchtrittigkeit sowie Bänder- und Sehnenschäden vorgebeugt. Die Bandagen müssen so gearbeitet sein, dass die wenige am Lauf vorhandene Muskulatur unter der Bandage mitarbeiten kann, um einem Muskelabbau entgegen zu wirken.

 

Hinterbein Prothese mit Feder

Gans Fred mit Prothese

Vorderbein Prothese